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Die private Altersvorsorge und ihre Notwendigkeit

Schaut man sich den aktuellen Vorsorgeatlas Deutschland an, dann stellt man fest, dass es bei den Bezügen aus der gesetzlichen Rentenversicherung teils erhebliche Lücken zum tatsächlich entstehenden Bedarf für den Lebensunterhalt gibt. Schon in der Altersgruppe der heute 35 bis 49 Jahre alten Menschen liegt etwa die Hälfte der Bundesbürger bei einem zu erwartenden Renteneinkommen von weniger als tausend Euro pro Monat. Bei denjenigen, die heute unter 34 Jahre alt sind, zeigt sich die Versorgungslücke noch größer. Ein erheblicher Teil von ihnen wird später einmal weniger als 850 Euro Rente aus der gesetzlichen Rentenkasse bekommen.

Diese Lücken müssen durch eine private Altersvorsorge geschlossen werden, wenn man später nicht zusätzlich soziale Leistungen beantragen oder sich in seiner Lebensqualität erheblich einschränken möchte. An dieser Tatsache können auch die verschiedenen Zusatzversorgungssysteme nichts ändern, die es für bestimmte Berufgruppen gibt. Die ergänzende private Altersvorsorge wird auch in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema für jeden einzelnen Menschen bleiben.

Die Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge


Für die private Altersvorsorge stehen mit der Riester Rente und der Rürup Rente geförderte Möglichkeiten zur Verfügung. Die Riester Rente für abhängig Beschäftigte wird direkt bezuschusst, während bei der Rürup Rente, deren hauptsächliche Zielgruppe Selbstständige sind, Vorteile durch Steuererleichterungen erzielt werden können. Beide Varianten haben den Vorteil, dass die Guthaben nicht gepfändet werden können und sie auch nicht verwertet werden müssen, wenn man in die Lage kommen sollte, Hartz IV beantragen zu müssen.

Neben den geförderten Varianten hält der Finanz- und Versicherungsmarkt noch zahlreiche andere Produkte bereit, mit denen man eine private Altersvorsorge aufbauen kann. Sie bestehen in klassischen Rentenversicherungen, aber auch in Kapital bildenden Lebensversicherungen und Formen des Vermögensaufbaus, bei denen man dennoch flexibel bleiben kann. Diese erhaltene Flexibilität kann man beispielsweise dazu nutzen, sich als mittelbare private Altersvorsorge eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus zuzulegen, wo man dann im Alter mietfrei wohnen kann. Möchte man die Geldanlagen des freien Marktes für die private Altersvorsorge nutzen, sollte man sich jedoch immer gut über die Vorteile und Risiken der einzelnen Produkte informieren lassen.



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